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Julia Kuzminska
© DKJS/Vorholt

Kulturagent*in

Julia Kuzminska

Julia Kuzminska studierte Pädagogik und Kulturwissenschaften in Karlsruhe und Inszenierung der Künste und Medien mit dem Schwerpunkt Theater an der Universität Hildesheim. Sie arbeitete von 2015-2017 als Theaterpädagogin am tjg. theater junge generation in Dresden. Als freie Projektleiterin verantwortete sie seit 2017 groß angelegte Schulkooperationsprojekte, bspw. für das Wissenschaftsjahr 2018 zum Thema “Zukunft der Arbeit” unter Beteiligung verschiedener Wissenschaftsdisziplinen, künstlerischer Sparten und Schularten. Schwerpunkte ihrer Arbeit bilden partizipative Projekte an der Schnittstelle von ästhetischer und politischer Bildung sowie künstlerischer Forschung. Ihr Interesse gilt insbesondere interdisziplinären Formaten und Fragen nach Möglichkeiten kollektiver utopischer Zukunftsgestaltung.

Wo setzt du Schwerpunkte mit deiner Arbeit und was sind die Voraussetzungen dafür?

In meiner Arbeit als Kulturagentin ist es mir wichtig, unsichtbare Barrieren, die im Kultur- und Bildungsbereich Teilhabe im Weg stehen können, zu erkennen und zu benennen. Mit den beteiligten Akteur*innen aus Schule und Kultur möchte ich gemeinsam Wege finden, um sie abzubauen. Die Voraussetzung dafür ist zum einen die Offenheit aller Beteiligten, die eigene Institution sowie künstlerische Formsprachen und Arbeitsweisen zu reflektieren. Zum anderen ist es wichtig, Erkenntnisgewinn aus unwahrscheinlichen Begegnungen ziehen zu wollen und diese ins eigene System einzuspeisen. Neben dieser strukturellen Ebene ist mir die konkrete Arbeit vor Ort wichtig. Die Qualität kultureller Bildung entsteht vor allen Dingen in Situationen, die sich schwer abbilden lassen: Wie arbeiten Schüler*innen, Lehrer*innen und Künstler*innen zusammen und welche Kulturen des Miteinanders entwickeln sie? Welche kollektiven Visionen und Utopien entstehen in diesen Momenten und in der gemeinsamen kulturellen Praxis?

Ich sehe meine Rolle als Kulturagentin als Botschafterin für diese flüchtigen utopischen Momente zwischen Kunst und Schule.