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Streitkultur#3: Mitmischen
(c)_Daniel_Seiffert

Streitkultur

Streitkultur#3: Mitmischen

Berliner Schüler:innen mischen sich ein. Aber wie? Und wofür? Rund 270 Schüler:innen haben sich in künstlerisch-kreativen Projekten mit Streit und Mitmischen auseinandergsetzt. Aber gehört Streit überhaupt an die Schule?

Es geht immer auch um das eigene Leben, deshalb können wir nicht alles einfach akzeptieren.“ Nico und Emy von der Fritz-Karsen-Schule wissen ganz genau, warum und wie sie sich einmischen wollen.

Die beiden Elftklässler:innen führen am 24. Juni als Moderator:innen durch das Abschlussfestival von Streitkultur#3: MITMISCHEN. Die Kooperation zwischen dem Programm Kulturagenten für kreative Schulen Berlin und dem FELD – Theater für junges Publikum besteht aus verschiedenen Elementen:

Neben Einzelprojekten an den teilnehmenden Schulen gestalten die Schüler:innen Radiosendungen, die als StreitRADIO auf Freie Radios B-B gesendet werden, arbeiten in einem zweiwöchigen FELDlager intensiv an ihren Themen und präsentieren diese schließlich in einem Abschlussfestival im FELD-Theater.

Mitmischen – auch an der Schule 

Schule ist ein Ort zum Lernen und ein Ort, an dem man lernt, wie man mit anderen umgeht“, sagt eine Schüler:innen während einer Diskussion und bringt damit einen wichtigen Aspekt auf den Punkt.

Schüler:innen lernen in der Schule nicht nur Mathe, Deutsch und die Inhalte anderer Unterrichtsfächer, sondern auch, sich in Gruppen einzufügen oder abzugrenzen, eigene Meinungen zu finden, Themen auszuhandeln und gesellschaftliche Diskurse wahrzunehmen. Mitmischen eben.

So verhandelten die Schüler:innen in Streitkultur schulspezifische Themen wie Mobbing oder Beef mit Pädagog:innen und reflektierten dabei auch Rollenklischees, Sexismus, Social-Media-Nutzung, Diskriminierung oder eine angebliche Doppelmoral ihrer Generation.

Mitmischen – auch für andere

In den Polittalks, Radiosendungen, Performances und anderen Projekten bildeten immer wieder die eigenen Erfahrungen der Schüler:innen die Grundlage für Überlegungen zu größeren Themen wie beispielsweise Solidarität oder Diskriminierung.

Denn wenn man andere unterstützt und sich solidarisch zeigt, sind sich die Schüler:innen einig, ist das mitmischen. Sei es, dass alle Schüler:innen wegen eines sexistischen Kommentars mit bauchfreien Top in die Schule kommen oder sie durch Tragen eines Kopftuchs eine Praktikantin in der Schule unterstützen.

Demo für Projektlernen

Mitmischen ist wichtig. Und wenn Schüler:innen durch Projekte wie Streitkultur einen Raum bekommen, um sich zu äußern und zu diskutieren, dann ist das Projekt gelungen – freut sich Gabi dan Droste, Leiterin des FELD Theaters.

Der Meinung sind auch Emy und Nico, die durch Streitkultur auch noch mal erfahren haben, wie wichtig nicht nur Mitmischen, sondern auch Projektlernen fürs Schulleben ist. Hier beschäftigen sie uns mit anderen Themen, treffen neue Leute und lernen andere Sichtweisen kennen. „Dafür würde ich immer demonstrieren“, lacht Nico.

Streitkultur#3: MITMISCHEN ist ein Kooperationsprojekt des FELD – Theater für junges Publikum und des Programms Kulturagenten für kreative Schulen Berlin mit 12 Berliner Schulen aus 7 Bezirken. Es wird gefördert vom Berliner Projektfonds für kulturelle Bildung.

Kulturagenten für kreative Schulen Berlin ist ein Programm der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung, gefördert durch die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie des Landes Berlin.

 

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