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Robert-Blum-Gymnasium

Auf einen Blick:

  • AdresseKolonnenstraße 21, 10829 Berlin
  • BezirkTempelhof-Schöneberg
  • Kulturagenten-Schule seit2011
  • Aktuelles ProfilSchule im Profil Referenzschule
  • SchulformGymnasium
  • Schüler*innenzahl700
  • SchulleitungHerr Fiehn
  • Kulturagent*in Annika Niemann
  • KulturbeauftragteDr. Dorothea Ruthemeier
  • Websitehttps://www.robert-blum-schule.de/

Schule

Robert-Blum-Gymnasium

Welche fünf Adjektive fallen Ihnen ein, wenn Sie Ihre Schule beschreiben?

kreativ, vielfältig, engagiert, experimentierfreudig, offen

Warum sind Sie Kulturagenten-Schule geworden?

Das Kulturagenten-Programm bedeutete für uns von Anfang an eine wunderbare Möglichkeit, unser Profilfach Kultur zu schärfen. Gemeinsam mit den Kulturagent*innen konnten wir die Zusammenarbeit zwischen unseren Kulturklassen und verschiedenen externen Künstler*innen auf diese Weise ausbauen und weiterentwickeln.

Seither gibt es in jedem 7. und 8. Jahrgang jeweils zwei Kulturklassen, die regelmäßig mit Künstler*innen zusammenarbeiten. Diese Projekte stellen die Basis unserer Arbeit im Profilfach Kultur dar, außerdem bereichern sie das Fach durch Inspiration und Zuwachs an neuen Perspektiven.

Was hat sich an Ihrer Schule seit Programmbeginn verändert?

Mit dem Ausbau des Kulturprofils und der Zusammenarbeit mit Künstler*innen und Kulturinstitutionen, konnten wir eine steigende Nachfrage bei Schulanmeldungen beobachten. Halbjährliche Präsentationen der Kulturklassen wurden ein wichtiger Teil unseres Schuljahres. Die Schule wurde durch die Kooperationen, durch Kunstaktionen im Kiez und durch verschiedene Kunstorte nach außen verstärkt sichtbar.

Durch die Unterstützung des Kulturagenten-Programms konnten wir zunehmend transdisziplinäre Projekte über die Fachbereiche hinweg umsetzen. Beispielsweise wurde eine Zusammenarbeit des Fachbereichs NaWi mit Instrumentenbaukünstlern zum Thema „Schall“ realisiert. Die Öffnung der Schule Richtung Künste hat dazu beigetragen, dass die Schüler*innen und Lehrer*innen sich verstärkt mit der Schule identifizieren. Besonders die Schüler*innen haben durch die Arbeit mit den Künstler*innen an Ausdruck, Selbstbewusstsein und Persönlichkeit gewonnen.

Was ist für Sie das Besondere an der Zusammenarbeit mit Kulturagent*innen?

Die Zusammenarbeit mit den Kulturagent*innen sehen wir als ein „gemeinsames an einem Strang-Ziehen“ – die Kulturagentin unterstützt uns in der Umsetzung unserer Ideen. Die gemeinsame Arbeit macht Spaß, es herrscht immer eine entspannte und zielführende Arbeitsatmosphäre.

In den regelmäßigen Kulturrunden sind viele neue Impulse und Ideen für die kulturelle Schulentwicklung entstanden. Besonders zu betonen ist, dass die Kulturagent*innen immer Wert auf die gemeinsame Reflexion über Strukturen und Prozesse legen. Dadurch konnten wir über die Jahre viele Erkenntnisse sammeln und gemeinsam als Kulturschule lernen und wachsen.

Unsere Struktur der Kulturklassen ist auch für andere Schulen interessant – häufig werden wir angesprochen und um einen Erfahrungsaustausch gebeten. Mit der Programmfortbildung „Referenzen/Resonanzen“ können wir unsere Entwicklung als Referenzschule an interessierte Schulen weitergeben. Dabei sind wir sehr glücklich, dass unsere Schüler*innen bei diesen Fortbildungen ihre eigenen Erfahrungen u. a. zum Thema Partizipation innerhalb der Projekte an die Teilnehmenden als Expert*innen weitergeben.

Wie stellen Sie sich die Zukunft Ihrer Schule mit Blick auf die Kulturelle Bildung vor?

Nicht nur die musischen und künstlerischen Fächer sollen in Zukunft von der Zusammenarbeit mit Künstler*innen profitieren. Aus diesem Grund haben wir in den letzten Jahren damit begonnen, auch weitere Fachbereiche (Naturwissenschaften, Gesellschaftswissenschaften, etc.) in Projekten Kultureller Bildung einzubinden. Die Wirkung von Kunst und Kultur in die Breite der Schule hineinzutragen ist eine lohnende Herausforderung für die kommenden Jahre.

Aktuell versuchen wir in kleinen Schritten, Schulakteur*innen aus anderen Fachbereichen mit Künstler*innen zu vernetzen. Das ist keine Sache, die mal eben schnell gemacht ist. Die Unterstützung der Kulturagentin und die Zusammenarbeit mit der Kulturbeauftragen sind hierbei elementar.

Einen weiteren Fokus richten wir auf die Frage, welche unterschiedlichen Wege der Mitbestimmung sich in den Projekten, aber auch im Regelunterricht der verschiedenen Fachbereiche umsetzen lassen. Zusammen mit Künstler*innen und unseren Schüler*innen wollen wir diese und weitere Fragen unserer Zeit erforschen. Hier bieten die Künste einen hervorragenden Experimentierraum.