graphic
graphic
graphic
Nelson-Mandela-Schule
© Nelson-Mandela-Schule

Auf einen Blick:

  • AdressePfalzburger Str. 30, 10717 Berlin
  • BezirkCharlottenburg-Wilmersdorf
  • Kulturagenten-Schule seit2020
  • Aktuelles ProfilSchule im Profil Intensiv
  • SchulformStaatliche Internationale Schule
  • Schüler*innenzahl1200
  • SchulleitungDr. Hans-Günther Bauer
  • Kulturagent*in Katharina Stahlhoven
  • KulturbeauftragteDetlef Wingerath
  • Websitehttps://www.nelson-mandela-schule.net/de/

Schule

Nelson-Mandela-Schule

Welche fünf Adjektive fallen dir ein, wenn du deine Schule beschreiben möchtest?

flexibel, international, bilingual, kreativ, offen

Warum hat sich die NMS entschieden, Kulturagenten-Schule zu werden?

Die NMS ist eine Schule mit Ober-, Mittel- und Primarstufe. Wir haben uns 2020 für die Teilnahme beworben, um die beiden Schulstandorte und alle Schulstufen wieder stärker zu verbinden.

Ziel: eine gemeinsame Vision der Schule zur Frage: Was ist der kleine oder große Schritt, den wir für die Zukunft machen wollen?

Beispielhaft ist der Schulgarten und der Wunsch, mehr Grün in die Schule zu holen und als Lernort nutzbar zu machen, aber auch Schule als Lernort interessanter und Selbstwirksamkeit stärker erfahrbar zu machen – sowohl für die Grundschüler*innen, als auch für die Mittelstufen- und Oberschüler*innen. An dieser Stelle beginnen wir jetzt endlich konkret mit dem Programm Kulturagenten für kreative Schulen Berlin: Schüler*innen entwerfen Lernräume, gestalten Garten als Lernraum und entwickeln eine Utopie, gemeinsam mit dem Kollegium. An unserer Schule gibt es einen internationalen Geist – aber wie können wir diesen im Alltag erlebbar machen? Ich wünsche mir, dass das Kulturagent*innen-Programm uns dafür Impulse gibt.

Was hat sich an deiner Schule seit Programmbeginn verändert?

Das ist zur Zeit eine wirklich schwierige Frage. Die Pandemie stellt uns vor große Herausforderungen. Und eine brennende Frage lautet nach wie vor: Wie können wir, obwohl Externe* auf dem Schulgelände nicht arbeiten dürfen, trotzdem Kulturelle-Bildungsprojekte anbieten? Padlet, Classroom & Co sind ein Weg. Aber es ist schwierig, alle Schüler*innen zu erreichen und trotzdem wichtig, es zu machen. Denn wir müssen endlich beginnen, um uns auf etwas beziehen zu können. Wir werden den Mut nicht verlieren. Das mag zwar eher eine Haltung sein als eine Veränderung, aber es gibt auch winzige Veränderungen. Die guten Impulse, die durch das Programm der Kulturagent*innen in der Schule bereits im Kleinen ankommen, konnte die Schulgemeinschaft durch die Corona-Krise zwar kaum mitbekommen, aber die Schulleitung: „Die Kultur-Projekte sind momentan die guten Momente, unser Licht im Dunkeln“, wie zum Beispiel die künstlerische Gestaltung des Schulgeländes mit selbstentworfenen Sitzmöbeln.

Was ist für dich das Besondere an der Zusammenarbeit mit Kulturagent*innen?

Der Austausch mit der Kulturagentin: Wir entwickeln Ideen und können gemeinsam im Gespräch für die Schule Gedanken spinnen. Wir haben uns in einen offenen Prozess begeben, den wir weiter beschreiten, auch in diesen verunsichernden Zeiten mit offenen Fragen, wie: Gibt es weiterhin genug Geld für unsere Vorhaben? Wir stärken uns gegenseitig mental, um viele zu berühren und Veränderungen herbei zu führen. Denn ich glaube, um Schule nachhaltig zu verändern, braucht es das Kollegium. Nur über die Strukturveränderungen erreichen wir die Schüler*innen, um mit ihnen gemeinsam unseren Kulturbegriff zu verändern.

Wie stellst du dir die Zukunft deiner Schule mit Blick auf die Kulturelle Bildung vor?

Ich wünsche mir, die Kulturelle Bildung stärker in die nichtmusischen Fächer zu holen. Das findet an unserer Schule zwar schon statt, aber Kooperationen wie „Mathe-Kunst“ laufen oft über Beziehungen und auf persönlichen Ebenen. Meine Vision ist es, die Kulturelle Bildung in die Strukturen und das System Schule zu implementieren und die Arbeit in Schule in gesellschaftlich relevante Kontexte zu bringen: Wie können wir die eine Erde, die wir haben, gut behandeln? Wie gehen wir alle mit einander um? Wie kriegen wir das zusammen hin? Und ich glaube daran, dass die Kunst und die Kultur dafür Fenster öffnen.