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Heinrich-von-Stephan-Gemeinschaftsschule

Auf einen Blick:

  • AdresseNeues Ufer 6, 10553 Berlin
  • BezirkMitte
  • Kulturagenten-Schule seitMärz 2016
  • Aktuelles ProfilSchule im Profil Transfer
  • SchulformGemeinschaftsschule
  • Schüler*innenzahl773 (2019/20)
  • SchulleitungMeike Massaro
  • Kulturagent*in Annika Niemann
  • KulturbeauftragteJanna Rakowski, Knut Flechtenmacher
  • Websitehttp://hvs-schule-berlin.de/

Schule

Heinrich-von-Stephan-Gemeinschaftsschule

Welche fünf Adjektive fallen Ihnen ein, wenn Sie Ihre Schule beschreiben?

vielfältig, offen, demokratisch, forschend, gemeinschaftlich

Warum sind Sie Kulturagenten‐Schule geworden?

Wir möchten die kulturelle Bildung an unserer Schule stärken, da Kinder und Jugendliche durch sie Selbstwirksamkeit erfahren und ihre Persönlichkeit stärken, ihre Horizonte erweitern und Freiräume schaffen können. Schüler*innen, Pädagog*innen und Eltern sollen bei der Verwirklichung von künstlerischen Projekten, der Gestaltung des Schulhauses und der Umsetzung von Festen und Feiern eingebunden werden. So gelangen wir zu einer schulweiten Wertschätzung der Ergebnisse von Erfahrungs‐ und Lernprozessen.

Außerdem wird unsere Schule zu einem ästhetisch ansprechenden, vielseitigen Ort. Dabei spielt auch eine engere Verzahnung mit außerschulischen Lebens‐ und Lernorten, Partner*innen und Kulturinteressierten in Kiez und Stadt eine wichtige Rolle. Seitdem wir Kulturagenten-Schule sind, konnten wir schon viele Steine ins Rollen bringen. Jetzt geht es darum, diese punktuell zu verankern, sodass wir nachhaltige Strukturen schaffen, ohne uns in unserer Bewegungsfreiheit zu sehr einzugrenzen.

Was hat sich an Ihrer Schule seit Programmbeginn verändert?

Kulturelle Bildung ist für alle Menschen an unserer Schule greifbarer geworden. Wir haben diverse Projekte durchgeführt, die ihren Ausgangspunkt zumeist in der etwa sechs‐ bis achtwöchigen Kultur‐AG haben. Hier sind neben Lehrer*innen und der Kulturbeauftragten auch Eltern sowie immer wieder Schüler*innen vertreten.

Die Projekte befassten sich mit der Vernetzung mit Künstler*innen und Kunstorten im Kiez, der Schulraumgestaltung und mit Möglichkeiten des Ästhetischen Forschens im Schulgebäude sowie an Orten, an denen Kunst und Natur „zu Hause sind“. Studien‐ und Präsenztage konnten im gesamten pädagogischen Kollegium Aufmerksamkeit für Ästhetische Forschung schaffen.

Zudem sind verschiedene Formate entstanden, um die (Arbeits‐)Ergebnisse aus den kulturellen Projekten zu präsentieren: Wir haben eine Ausstellungskultur im Schulgebäude entwickelt und zwei Feste im Schulkalender etabliert. Im Kollegium wird die Kulturelle Bildung somit als selbstverständlicher Bestandteil der Schulkultur angesehen, der im Schulprogramm fest verankert wurde und auch unsere Profilierung als Gemeinschaftsschule im Aufbau bereichert.

Was ist für Sie das Besondere an der Zusammenarbeit mit Kulturagent*innen?

Das Besondere an der Zusammenarbeit mit unserer Kulturagentin Annika Niemann ist für uns zuallererst ihre überaus enge und persönliche Begleitung. In unseren regelmäßigen Treffen spinnen wir Ideen und tauschen uns über Möglichkeiten aus, Kultur an der Schule zu stärken, Projekte durchzuführen und möglichst viele Schüler*innen zu erreichen.

Wir profitieren dabei von Annikas Expertise und Vernetzung, wodurch immer wieder spannende Begegnungen mit außerschulischen Partner*innen an der Schule, im Kiez und in der ganzen Stadt stattfinden konnten. Diese Erfahrungen jenseits des klassischen Schulalltags bieten wertvolle Inspirationen für unsere Schüler*innen, die im Regelunterricht kaum in derselben Art geboten werden können.

Zudem ist der Blick von außen auf schulinterne Entwicklungsprozesse sehr hilfreich, um nicht zu sehr im internen Alltagsstrudel stecken zu bleiben. Annikas Moderation, Strukturierung und nicht zuletzt Erinnerung an Deadlines hilft uns dabei, den Fokus zu behalten.

Wie stellen Sie sich die Zukunft Ihrer Schule mit Blick auf die Kulturelle Bildung vor?

Wir möchten an der Heinrich‐von‐Stephan-Gemeinschaftsschule unseren begonnenen Weg weitergehen. Wir möchten die Lernwerkstatt um die Perspektive der Ästhetischen Forschung erweitern und diese vielseitige Herangehensweise im Kollegium ausprobieren und verstetigen.

Unsere bisherigen Erfahrungen legen nahe, dass viele Schüler*innen diese für sie unerwarteten Ausdrucksmöglichkeiten schätzen und – mit fachkundiger Anleitung – für uns beeindruckend inspiriert und kreativ wahrnehmen. Zudem möchten wir weitere jahrgangsverbindende Formate entwickeln, die in unserer Schule Gemeinschaft stiften.

Wir befinden uns ja noch im Aufbau unserer Grundstufe und sind der Überzeugung: Kulturelle Bildung kann einen wichtigen Beitrag dazu leisten, die wachsende Zahl von Menschen, die in unserer Schule lernen, arbeiten und leben, miteinander in Austausch und Beziehung zu bringen.

 

Die Fragen wurden beantwortet von: Knut Flechtenmacher und Janna Rakowski