graphic
graphic
graphic
Annika Niemann

Kulturagent*in

Annika Niemann

Nach einem Studium der Kunsttherapie/-pädagogik an der Hochschule für Künste im Sozialen ­ Ottersberg arbeitet Annika Niemann seit 2003 im Feld der Kunstvermittlung und Kulturellen Bildung. In ihrer Praxis beschäftigen sie Fragen einer dekolonisierenden transkulturellen Kunstvermittlung und die Verbindung von kultureller und politischer Bildung.

So entwickelt sie für die ifa-Galerie Berlin / Institut für Auslandsbeziehungen (ifa) Vermittlungsformate und künstlerisch-edukative Projekte zu Ausstellungen zeitgenössischer Kunst, Architektur und Design einer globalisierten Welt. Zusammen mit dem Referat Kunst im Deutschen Bundestag konzipierte sie zwischen 2011-2017 Vermittlungsprogramme zur Kunst am Bau im Parlamentsviertel sowie zu wechselnden Ausstellungen im Kunstraum des Deutschen Bundestages, die das Spannungsfeld von Kunst und Politik künstlerisch befragten. Als Kuratorin von Ausstellungs- und Dialogformaten interessieren sie Ansätze co-kreativer und erfahrungsbasierter Wissensproduktion. 

Wie sieht Dein Arbeitstag als Kulturagentin aus?

„Vor allen Dingen: vielseitig! Als Kulturagentin bewege ich mich im Zwischenraum von Schule, Stadt, Kulturschaffenden und -institutionen. Meine Aufgabe sehe ich darin, zwischen den unterschiedlichen Akteur*innen zu übersetzen und eine gemeinsame Sprache zu finden. Ein großer Teil meines Alltags besteht also im Dialog mit allen, die in und an Schule und Kultur mitwirken: Schüler*innen, Lehrer*innen, Künstler*innen, Schulleitungsgremien, Museums- und Theatermacherinnen und -macher, Sozialarbeiter*innen, Erzieher*innen, Eltern und viele mehr.

Bei so vielen Menschen und Hintergründen kommen unterschiedliche Interessen zusammen, die es gilt zu moderieren und zu einem gemeinsamen Vorhaben zusammenzubinden, ohne Stimmen auszublenden. Wichtig ist mir dabei, Ansätze einer diskriminierungskritischen, antirassistischen Praxis in der kulturellen Bildung zu stärken. Hier setze ich gezielt Impulse – thematisch, aber vor allem durch eine Haltung und durch Kollaborationen mit diversen Akteur*innen in der Stadt.”