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Projektdetails:

  • Schule Wedding-Schule
  • Künstler*inAnna Falkenstein und Halina Kratochwil
  • Kulturagent*in Anne Krause
  • KulturbeauftragteAlexandra Wenck, Mechthild Vanassche
Ein Junge hatte in einer der Projektgruppen eine Collage von sich selbst gemacht und war völlig begeistert vom Ergebnis, weil er offensichtlich im regulären Kunstunterricht permanent scheitert.

CoronaEinblicke in die Praxis

LernBrücken: Mit Kunst Brücken bauen

Lockdown und Zukunftsvisionen – im Spätsommer 2020 sind an der Wedding-Grundschule im Zuge einer Kooperation der Programme Kulturagenten für kreative Schulen in Berlin und LernBrücken der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung beeindruckende Kunstwerke entstanden.

Schlendert man aktuell durch die Flure der Wedding-Grundschule, öffnet sich eine Galerie voll bunter Kunstwerke: Pop-up-Karten, Mund-Nase-Masken-Collagen, 3D-Zukunftsvisionen und Fernrohre mit Lichtblicken. Die Werke sind im Zuge des Programms LernBrücken der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung an der Wedding-Grundschule entstanden: Nach den Sommerferien hatten zwei Künstlerinnen mit über 260 Schüler*innen in vielen kleinen Projektgruppen zusammengearbeitet. Mehrere Tage entwickelten die Schüler*innen gemeinsam Zukunftsvisionen für sich, verarbeiteten die Zeit des Lockdowns und lernten, mit unterschiedlichen Materialien und Themen Kunst zu machen.

Lesen Sie hier den gesamten Artikel des projektverantwortlichen Trägers der Schulsozialarbeit tandem BTL und stöbern Sie in den Fotos – einfach klicken.

Corona

Tisch.Gesellschaft.KA Vol. 5

Beziehungsweisen. Kontakt und ästhetische Erfahrungen in Zeiten von Corona

In Zeiten von Corona erleben wir eine verstärkte Verschiebung von Formaten in den digitalen Raum: Seminare werden zum Webinar, Workshops zum Vermittlungstool, Teamsitzungen zu Videokonferenzen, künstlerische Projekte zu Handyperformances, Interaktion zur Soloshow.

Was bedeutet der fehlende physische Kontakt mit Personen für die kulturelle Bildung? Was assoziieren die Akteur*innen mit Kontakt, Beziehung oder Nähe im Kontext ihrer Praxis? Und wie lässt sich der persönliche Kontakt, die sinnlich-ästhetische Erfahrung innerhalb der kulturellen Bildungspraxis über digitale Plattformen wie Zoom, Skype etc. herstellen, aufbauen, aufrechterhalten?

Erfahrungen und experimentelle Ansätze

Im Rahmen der Tisch.Gesellschaft.KA Vol.5 vom 11. Juni 2020 hat das Programm Kulturagenten für kreative Schulen Berlin Künstler*innen, Lehrer*innen, Schüler*innen und Expert*innen aus Bereichen jenseits von Kunst und Schule zum Austausch eingeladen.

Sie teilten Erfahrungen und experimentelle Ansätze, wie z.B. Balkongespräche, gemeinsames Essen und Bewegung vor dem Bildschirm, formulierten Problematiken wie fehlenden Augenkontakt, mangelnde Zugänge und neue Grenzverläufe im digitalen Raum.

Sie skizzierten Versuche, On- und Offline-Realitäten, Präsenz und Distanz künstlerisch zu verbinden und formulierten Wünsche und Sehnsüchte für eine nahe Zukunft: mit weniger Grundrauschen, Hektik, Beliebigkeit und Fülle der Botschaften und Informationen; mit mehr Qualität, Inhalt, Nähe, Zeit, Zusammensein (Solidarität) und Freiheit.

Format spiegelt Thematik

Als die Tisch.Gesellschaft.KA Vol. 5geplant wurde, war es noch nicht möglich, im analogen Raum miteinander in Kontakt zu treten. Daher fand auch dieses Treffen im digitalen Raum statt, so dass das Format die Thematik gewissermaßen spiegelte. Es zeigte sich, dass die digitale Oberfläche eine horizontale Begegnung suggeriert, aber das Miteinander vor ganz andere Herausforderungen stellt, etwa um kritischere Perspektiven einzufangen, aber auch um einen Raum zu schaffen, in dem jede*r zu Wort kommen kann.

Assoziationen, Gedanken und Fragen, die vor, während und nach der Tisch.Gesellschaft.KA Vol.5 aufgekommen sind, haben wir auf einem Padlet  gesammelt.

Ästhetische Praxis im Schulalltag

Eine Frage, die uns weiterhin beschäftigt, ist die nach dem Stellenwert ästhetischer Praxis im schulischen Alltag von Kindern und Jugendlichen, auch dann, wenn dieser noch eine Weile von sozialer Distanzierung und digitalen Oberflächen geprägt bleibt. Ausgehend von unseren Erfahrungen im Programm Kulturagenten für kreative Schulen Berlin möchten wir diese auch in noch folgenden Tisch.Gesellschaften thematisieren und wieder mit einer Vielfalt von Stimmen in Resonanz bringen.

 

Corona

MOVIMENT: Was bewegt…

In Zeiten der Corona-Pandemie wird auch die Praxis in der kulturellen Bildung auf den Kopf gestellt. Manch einer fragt sich: Wann wird es endlich wieder so wie es nie war? Viele experimentieren mit neuen Formaten, erproben neue Wege. Manches Vorhaben wurde in die Zwangspause geschickt und viele Akteur*innen kämpfen ums professionelle Überleben.

Mit dem Format MOVIMENT: Was bewegt… teilt das Kulturagentenprogramm Momentaufnahmen aus dem Praxisfeld. Wir haben in Zusammenarbeit mit Studierenden der Alice-Salomon-Hochschule Akteur*innen unterschiedlicher Rollen, Funktionen, Perspektiven aus dem Kosmos des Kulturagentenprogramms eingeladen, uns Einblick in ihre aktuelle Praxis zu geben. Lehrpersonen, Künstler*innen, Akteur*innen aus Kulturinstitutionen und Verwaltung sowie Kulturagent*innen teilen hier in einem wachsenden „living archive“ ihre Perspektiven.

Klicken Sie auf die folgenden Links, um sich die Videos anzuschauen:

Michael Heber: Moviment, ein Format der Kulturagenten für kreative Schulen Berlin zur Corona-Zeit

Saiid Ismati: Moviment, ein Format der Kulturagenten für kreative Schulen Berlin zur Corona-Zeit

Anja Scheffer: Moviment, ein Format der Kulturagenten für kreative Schulen Berlin zur Corona-Zeit

Duygu Örs: Moviment, ein Format der Kulturagenten für kreative Schulen Berlin zur Corona-Zeit

Knut Flechtenmacher: Moviment, ein Format der Kulturagenten für kreative Schulen Berlin zur Corona-Zeit

Carsten Cremer: Moviment, ein Format der Kulturagenten für kreative Schulen Berlin zur Corona-Zeit

David Reuter: Moviment, ein Format der Kulturagenten für kreative Schulen Berlin zur Corona-Zeit

Maren Ziese: Moviment, ein Format der Kulturagenten für kreative Schulen Berlin zur Corona-Zeit

Y. Bülbül-Miersch: Moviment, ein Format der Kulturagenten für kreative Schulen Berlin zur Corona-Zeit

Eva Stein: Moviment, ein Format der Kulturagenten für kreative Schulen Berlin zur Corona-Zeit

Kerstin Wiehe: Moviment, ein Format der Kulturagenten für kreative Schulen Berlin zur Corona-Zeit

Rosanna Lovell: Moviment, ein Format der Kulturagenten für kreative Schulen Berlin zur Corona-Zeit

Wiebke Janzen: Moviment, ein Format der Kulturagenten für kreative Schulen Berlin zur Corona-Zeit

 

Corona

Momentaufnahme

des Programms Kulturagenten für kreative Schulen Berlin, 20.04.2020 

Das gesellschaftliche Miteinander wird aktuell neu ausgehandelt – das betrifft in besonderem Maße den Alltag von Kindern und Jugendlichen. Uns beschäftigen dabei besonders Fragen der Zugänge und der Bildungsungerechtigkeit. Um dem zu begegnen, werden zurzeit in verschiedenen schulischen Kunstprojekten neue Kanäle und Arbeitsformen gestaltet  nicht nur digital. 

Quer zur Diskussion um fachliche „Systemrelevanz“ stellen wir fest, dass die Akteur*innen in den Schulen die Prozessbegleitung der Kulturagent*innen aktiv suchen und nutzen. Die strukturelle Verankerung kultureller Bildung wird auch im digitalen Klassenzimmer weitergedacht. Wir betreten dabei, genau wie viele Pädagog*innen und Schüler*innen, neue Lern– und Gestaltungsräume. 

So werden etwa gemeinsam mit Künstler*innen Forschungsimpulse entwickelt, mit denen Schüler*innen zukünftig die demokratische Kultur in ihrer Nachbarschaft befragen – fotografisch, akustisch und performativ. In einem anderen Projekt, bei dem es um Urbane Botanik geht, ziehen Schüler*innen essbare Pflanzen zuhause vor und dokumentieren sie fotografisch, bevor sie hoffentlich im Mai in den Schulgarten umziehen. Ein Lese-Projekt wurde kurzerhand ins digitale Klassenzimmer verlegt, in dem Kinder selbst entwickeln, wie sie sich den Transfer in digitale Medien wünschen.  

Was davon wird bleiben? Vielleicht wird künftig die eine oder der andere die Stummstelltaste im analogen Klassenzimmer vermissen? Trotzdem freuen wir uns darauf, wenn unsere Arbeit Kinder und Jugendliche auch wieder direkt berührt.