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Urbane Botanik – Reisen im Karton
© Victoria Tomaschko, 2019

Einblicke in die Praxis

Urbane Botanik –
Reisen im Karton

Pflanzen sind verwurzelt. Sie nutzen ihre Samen, um zu reisen: Sie werden durch die Luft geschleudert, nutzen natürliche Fallschirme und Rotorblätter, um sich von A nach B zu bewegen und nutzen Kletten oder Früchte als Boten, um ihren Standort zu wechseln.

Menschen können zwar nicht fliegen, jedenfalls nicht mit ihren Körpern, aber sie haben Beine und sie nutzen Fahrrad, Roller, Auto, S-Bahn und Flugzeuge, um zu reisen.

In Zeiten von Corona, in denen persönliche Begegnungen in großen Gruppen nicht möglich sind, ist alles etwas komplizierter. Unsere Kommunikationswege werden vor neue Herausforderungen gestellt. Im Projekt Urbane Botanik – Die essbare Stadt arbeiten 14 Schulen ieigenen Teilprojekten. Wie kann der Austausch zwischen den in unterschiedlichen Bezirken lebenden Schüler*innein dieser Situation gestaltet werden? Wie können ästhetische Erfahrungen miteinander geteilt werden, wenn der persönliche Kontakt nicht gelebt werden kann?

5 Schulen lernen von den Pflanzen. Die Schüler*innen schicken in den Sommmerferien keine Fallschirme oder Rotorblätter, aber sie schicken Kartons auf Reisen. Mit Materialien, Fragen und Aufgaben für eigene botanische Entdeckungsreisen, die sie gemeinsam mit Künstler*innen entwickeln und in andere Schulen schicken. So zirkulieren per Karton künstlerische Impulse rund um die Urbane Botanik von einer Schule zur anderen. Mit dabei sind aus Kreuzberg die Fichtelgebirge- und die Rosa-Parks-Schule, aus Mitte die Heinrich-von-Stephan- und die Hansa-Schule und aus Charlottenburg die Nehring-Schule. Was aus all dem geworden ist, was die Schüler*innen und Künstler*innen erfunden haben und wie es den Kartons ergangen ist? Das erzählen wir demnächst hier an dieser Stelle.