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Schule erinnern, Schule gestalten
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Projektdetails:

Tisch.Gesellschaft.KA

Schule erinnern, Schule gestalten

Individuelle und kollekive Bildungsbiografien 

Angst. Lachkrampf. Tanzen. Schlaf. Freundschaft. Gerechtigkeit. Leidenschaft.

Wir alle sind selbst einmal zur Schule gegangen. Wie aber prägt die eigene Schulbiografie unser heutiges Handeln, unsere Haltungen und Vorstellungen im Kontext Schule?  Viele Künstler*innen betreten in Projektkontexten erstmals erneut die Schule. Was motiviert Künstler*innen, Lehrer*innen und andere Akteur*innen in und für Schule zu arbeiten? Welche Schule wünschen wir uns jetzt und für die Zukunft?

Am Beispiel eines Projektes der Nehring Grundschule und mit Materialien und Methoden der Künstlerin Barbara Cousin sind wir diesen und weiteren Fragen im Rahmen der Tisch.Gesellschaft.KA Vol. 6 am 9. Dezember 2020 gemeinsam nachgegangen. Im digitalen Raum haben wir Geschichten aus der Schulzeit geteilt, Archive geöffnet – und einen Blick darauf geworfen, wie individuelle und kollektive Erinnerungskultur und künstlerisch-edukative Strategien für eine Schule der Zukunft zusammengedacht werden können.

Nehring Archiv als Erfahrungsspeicher

Das Projekt “Nehring-Archiv” der Nehring Grundschule verankert derzeit die künstlerische Erinnerungsarbeit im Schulalltag – als ein lebendiges Archiv, als Erfahrungsspeicher – und als Reflexionsraum für kulturelle Bildungsprozesse. Barbara Cousin: “ Momente, die wir in der Schule erlebt haben, prägen uns und stellen einen wichtigen Teil unserer Kindheitserinnerungen dar.

Manchmal banal oder unbedeutend, sind sie ein wesentlicher und strukturierender Teil unserer persönlichen Konstruktion. Zusammengenommen geben sie Zeugnis, einer Schüler*innen-Generation: ihre Verbindung zur Schule, zu sich selbst und zu anderen, zur Bildung und zur Kultur. Deshalb ist es wichtig, diese Erinnerungen zu bewahren, sie zu schätzen und zu teilen, für uns selbst und für künftige Generationen.

Bilder, Gefühle, Emotionen

Was haben die Schüler*innen in diesem Jahr gemacht, welche Fächer, welche Projekte, welche Exkursionen? Wie viele waren dort, wo und wann? Daten und Fakten für ein Schul-Archiv. Auch das interessiert uns. Aber vielleicht wichtiger: Das Nehring-Archiv bewahrt die Erinnerungen der Schüler*innen. Wie haben sie – persönlich und kollektiv – Schule erlebt? Welche Bilder, Gefühle und Emotionen wollen sie für sich selbst und für die nachfolgenden Schülergenerationen sammeln und bewahren? Wie können wir sowohl die Erinnerungen als auch die Kreativität junger Menschen schätzen, um eine Geschichte dieser gemeinsamen Momente zu bewahren, eine gemeinsame Kultur reflektieren?

Wir sind, nachdem das Pilot-Projekt im September 2020 startete nun auf der Suche nach der schulweiten Implementierung und befragen das Kollegium, in welchen Formen ein Schul-Erinnerungs-Archiv Teil des Schulalltags werden, als Unterrichtsmaterial genutzt und von den Kindern intrinsisch gefüllt werden könnte.”

Schicken Sie uns Ihre Erinnerung

Welche Schulzeit-Erinnerungen motivieren dich in deiner kulturellen Bildungspraxis? Wir freuen uns über Zusendungen kulturagenten.berlin@dkjs.de oder postalisch an Deutsche Kinder- und Jugendstiftung GmbH (DKJS), Tempelhofer Ufer 11, 10963 Berlin  für ein wachsendes „Archiv der Schulerinnerungen“ an dieser Stelle.