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Ein Befreiungsprojekt.
Plakat zur Ausstellung "Die Eingeschlossenen" (Vorderseite)

Projektdetails:

In dem Museum, in dem ich früher gearbeitet habe, hat vor 20 Jahren eine Sekretärin so eine Spuckpalme mitgebracht. Von dieser alten Pflanze stammt auch diese hier ab. Das interessante ist: Diese Pflanze gibt es in Deutschland eigentlich ganz selten, niemand weiß, wo die Sekretärin damals diese Pflanze gekauft hatte.

Urbane Botanik

Ein Befreiungsprojekt.

Die Eingeschlossenen. Ein Befreiungsprojekt.

Sie heißen Guzmania oder Hildegard. Man kennt sie, liebt sie, fürchtet sie. Manche wecken Erinnerungen an die spießige Großtante und ihre Marmorfensterbank. Manche sind ein geliebtes Geschenk zum Abschied und wandern mit von Ort zu Ort. Und alle erzählen Geschichten: Zimmerpflanzen.

Warum domestizieren Menschen die Wildnis? Warum inszenieren sie Pflanzen in geschlossenen Räumen? Kommen wir dann besser miteinander klar? Mensch und Umwelt, das vermeintlich Zivilisierte und das vermeintlich Wilde? Eine Forschungsreise führte die Klasse 8c in die Räume der Mitarbeiter*innen des Museums für Naturkunde. Die Schüler*innen interviewten Kurator*innen, Vermittler*innen und Paläontolog*innen zu ihren Büro- und Zimmerpflanzen. Sie sammelten Geschichten über Freundschaften zwischen Mensch und Pflanze, mikroskopierten kleine Mitbewohner*innen und lernten eine geheime Gesellschaft von Spuckpalmenbesitzer*innen kennen.

Sylvia Spuckpalme

Oliver Guz

Astrid Bogenhanf

Astrid Chinesischer Geldbaum

Astrid Brutblatt

Andreas Gummibaum

 

Darüber hinaus befreiten die Schüler*innen die Zimmerpflanzen aus ihren hermetischen Räumen. Statt sie physisch zu befreien, machten sie eine Kopie mittels Caynotypie, einem alten fotografischen Verfahren, das seit dem 19. Jh. an der Schnittstelle von Chemie und Kunst wunderschöne blaue Fotogramme ermöglicht. Als fächerverbindendes Projekt wurde die Befreiungsaktion deshalb im Kunst- und Chemieunterricht vorbereitet.

Auf dem Faltblatt zu sehen sind Zeichnungen des Versuchsaufbaus Cyanotypie und digitale Reproduktionen der Blaupausen.
Über die QR-Codes gelangt man zu den Interviews.

Plakat zur Ausstellung "Die Eingeschlossenen" (Rückseite)
Plakat zur Ausstellung „Die Eingeschlossenen“ (Rückseite) Bitte Klicken zum Vergrößern
Plakat zur Ausstellung "Die Eingeschlossenen" (Vorderseite)
Plakat zur Ausstellung „Die Eingeschlossenen“ (Vorderseite) Bitte klicken zum Vergrößern

Kooperationspartner: Carl-Friedrich-von-Siemens-Gymnasium und das Museum für Naturkunde (Berlin)

Begleitende Lehrer*innen: Rebekka Karbstein und Zühal Gürdal (Kunst und Chemie)

Konzept und Künstlerische Leitung: Caspar Pauli

Idee: Carsten Cremer, Kulturagent

Dank an Gregor Pfeffer (Soundkünstler) und Fenia Franz (Kunstvermittlerin).

 

Weitere Artikel zu dem Thema:
Am Mammut vorbei – Kulturagenten für kreative Schulen Berlin (kulturagenten-berlin.de)